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Unter Tage –

VOLK Elektroschlepper im Trinkwasserstollen

Wien/Mürzsteg, 09.07.2010 – Wien ist weltberühmt für seine traditionsreichen Kaffeehäuser. Hier begegnen sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, um sich über die Neuigkeiten des Tages auszutauschen und bei einer Tasse Kaffee entspannt die Zeitung zu lesen. Das obligatorische Glas Wasser zum Kaffee kommt in der österreichischen Hauptstadt dabei tradi-
tionell aus der Wasserleitung.

Denn auch für seine hervorragende Wasserqualität ist Wien weithin bekannt; kommt doch das Wiener Trink-
wasser direkt aus den niederösterreichisch-steirischen Alpen. Wohl keine andere Millionenmetropole kann ihren Bürgern den Luxus bieten, die ganze Stadt mit glaskla-
rem und frischem Hochquellwasser zu versorgen. Bei einem täglichen Wasserbedarf von bis zu 500.000 Ku-
bikmetern erfordert dies eine aufwendige Infrastruktur.

Das Rückgrat der Wiener Wasserversorgung bilden zwei gigantische Wasserleitungen: Das Quellgebiet der 112 

Unter Tage – VOLK Elektroschlepper im Trinkwasserstollen

Wie auf Schienen – Der speziell für diesen Einsatzfall angepasste VOLK Elektroschlepper EFZ 20 K verfügt über Edelstahlräder mit Radkranz, um auf den Gleisen im Stollen fahren zu können

Kilometer langen I. Wiener Hochquellenwasserleitung, welche bereits im Jahre 1873 anlässlich der Weltausstel-
lung eröffnet wurde, umfasst den Schneeberg, die Rax und die Schneealpe. Die 1910 fertiggestellte und 183 Kilo-
meter lange II. Hochquellenwasserleitung speist sich aus Quellen im Gebirgsstock des Hochschwabs. Zusam-
men haben beide Quellgebiete eine Fläche von rund 600 Quadratkilometern. Auf seinem bis zu 36 Stunden dau-
ernden Weg von der Quelle bis in die Habsburgermetropole wird das Wasser mit mehreren Aquädukten über Täler hinweggeführt und durchquert in unzähligen Stollen ganze Gebirgsformationen.

Unter Tage – VOLK Elektroschlepper im Trinkwasserstollen

Unter Tage – VOLK Elektroschlepper EFZ 20 K bei Wartungs- und Sanierungsarbeiten im Wetterinstollen nahe der steirischen Gemeinde Mürzsteg


Um eine konstant hohe Wasserqualität sicherzustellen, sind permanente Wartungs- und Sanierungsarbeiten erforderlich – immerhin stammen die Bauwerke zu we-
sentlichen Teilen noch aus der Kaiserzeit. Immer wie-
der müssen auf einzelnen Teilabschnitten die Rohrlei-
tungen ausgetauscht werden oder elektrische Anlagen und Leitungen erneuert werden. Besonders schwierig gestalten sich diese Arbeiten in den engen, oft kilome-
terlangen Stollen, in denen vor allem der Materialtrans-
port eine große Herausforderung darstellt.

Für derartige Transportaufgaben wird ein speziell aus-
gerüsteter VOLK Elektroschlepper EFZ 20 K eingesetzt. Das Fahrzeug eignet sich aufgrund seiner kompakten Abmessungen und seines emissionsfreien Elektroan-
triebs hervorragend für den Einsatz unter Tage. Das Fahrzeug verfügt über Edelstahlräder mit Radkranz, so dass es auf den Schienen im Stollen betrieben wer-
den kann. Ein kräftiger Drehstrom-Doppelmotorantrieb mit 2 x 5 kW sorgt für die nötige Antriebsleistung und

eine elektronische Differentialsperre stellt sicher, dass die Kraft im feuchten Stollen zuverlässig in Vortrieb umge-
setzt werden kann.

Das alles sind technische Finessen, die den Fachmann begeistern. Der Wiener Kaffeehausgast freilich wird sich hierüber kaum Gedanken gemacht haben, wenn er seinen Kaffee leergetrunken hat und zum Abschluss nochmal einen kräftigen Schluck Wasser nimmt. Aber das wäre wohl auch zu viel verlangt.

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