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Tübbing-Produktion mit VOLK Elektroschleppern

Herrengosserstedt, 18.02.2008 – Eines der ehrgeizig-
sten Vorhaben im Rahmen der 1991 von der Bundes-
regierung beschlossenen Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) ist der Ausbau der Schnellbahnverbindung von München nach Berlin. Nach Fertigstellung der Hoch-
geschwindigkeitstrasse im Jahr 2017 soll sich die Fahrtzeit zwischen beiden Städten auf weniger als vier Stunden reduzieren.

Einer der Schwerpunkte der Bauarbeiten liegt gegen-
wärtig beim Neubau der Bahnstrecke Erfurt – Leipzig/
Halle. Diese beinhaltet auf einer Strecke von 123 Kilo-
metern Länge mehrere große Talbrücken und drei Tun-
nel, von denen der Finnetunnel mit einer Länge von
6.970 Metern der längste sein wird. Er durchquert zwischen Herrengosserstedt (Thüringen) und Bad Bibra (Sachsen-Anhalt) den Höhenzug Finne.

Das Bauwerk wird aus zwei parallelen eingleisigen
Tunnelröhren bestehen, welche in einem mittleren

Tübbing-Produktion mit VOLK Elektroschleppern

Die Bauarbeiten am Portal West des Finnetunnels sind bereits in vollem Gange – Ab Mai werden sich von hier aus zwei gigantische Tunnelbohr-
maschinen durch den Höhenzug der Finne graben

Abstand von 25 Metern verlaufen. Der Tunnelvortrieb erfolgt im sogenannten Schildvortriebsverfahren. Ab Mai wer-
den sich hierzu ausgehend vom Westportal zwei rund 3.800 KW starke und 86 Meter lange Tunnelbohrmaschinen mit einer Vortriebsgeschwindigkeit von durchschnittlich 16 Metern pro Tag in den Berg fressen. Der Abtransport der täglich rund 3.000 Kubikmeter Ausbruch erfolgt dabei über spezielle, in die Tunnelbohrmaschinen integrierte

Tübbing-Produktion mit VOLK Elektroschleppern

Jede der beiden Tunnelröhren wird aus insgesamt 3.400 solcher Tübbing-
Ringe bestehen – Die sieben Stahlbetonelemente eines Tübbing-Rings werden von den Tunnelbohrmaschinen vollautomatisch zusammengesetzt

Muldengurtförderbänder.

Wenige Meter hinter dem unablässig rotierenden, mit Hartmetallzähnen bestückten Schneideschild setzt die Maschine vollautomatisch die Betonfertigteile der „Tun-
nelschale“ ein. Der Tunnel-Rohbau wird somit in einem einzigen Arbeitsschritt fertiggestellt. Jedes einzelne die-
ser im Fachjargon als Tübbing bezeichneten Betonfer-
tigteile ist rund fünf Meter lang, zwei Meter breit, 45 Zen-
timeter stark und rund elf Tonnen schwer. Jeweils sechs Tübbinge und ein kleinerer Schlußstein bilden zusam-
men einen Tübbing-Ring mit einem Innendurchmesser von 9.60 Metern und einer Breite von zwei Metern. Die Ringe werden miteinander verschraubt und verfügen über Gummidichtungen, um das Eindringen von Was-
ser zu verhindern.

Nach ihrer Fertigstellung werden die beiden Tunnelröh-
ren aus jeweils rund 3.400 Tübbing-Ringen bestehen. Dies entspricht einem Materialeinsatz von insgesamt mehr als 488.000 Tonnen Beton. Angesichts dieser ge-

waltigen Dimensionen wird schnell klar, dass ein weiträumiger Transport mit enormen Kosten verbunden wäre.
Die Produktion der Tübbinge erfolgt daher in einer soge
nannten Feldfabrik direkt auf der Baustelle. In unmittelbarer Nähe des Westportals wurde hierzu eine Produktionshalle mit einer Fertigungsfläche von rund 5.600 Quadratme-
tern errichtet. Bereits seit Ende Januar wird hier unablässig Spezialbeton in Stahlformen gegossen, um die für den

 Tunnelbau benötigten Bauteile herzustellen. Dieser zeitliche Vorlauf ist erforderlich, da die Tübbinge nach
der Fertigstellung zunächst 28 Tage gelagert werden müssen, um vollständig auszuhärten. Zudem kann so gewährleistet werden, dass die Tübbing-Produktion in jedem Fall während der gesamten Bauphase mit der Geschwindigkeit der beiden Tunnelvortriebsmaschinen schritthalten kann.

Der Produktionsprozess der Tübbinge gliedert sich in mehrere Arbeitsschritte angefangen von der Herstellung der Stahlbewehrungen, über den Einbau der Beweh-
rungskörbe in die Schalungen, die Befüllung der Scha-
lungen mit Frischbeton, das Entschalen, das Einpres-
sen von Dichtungen entlang der Außenkontur der Tüb-
binge bis hin zur
Endkontrolle und dem anschließenden Transport der fertigen Betonteile auf eine große Lager-
fläche im Freien.

Zum Transport der rund zwölf Tonnen schweren Frisch-
betonkübel von der Beton-Mischanlage zu einer der ins-

Tübbing-Produktion mit VOLK Elektroschleppern

VOLK Elektroschlepper EFZ 20 K mit einer Tübbing-Schalung im Schlepp-
tau – Die Stahlformen sind Präzisionswerkzeuge, die speziell für den Bau des Finntunnels hergestellt wurden

gesamt 56 Schalungsformen werden zwei VOLK Elektroschlepper vom Typ EFZ 20 K mit einer maximalen Anhän-
gelast von 20.000 kg sowie vier Industrieanhänger mit einer Nutzlast von jeweils 15.000 kg eingesetzt. Zum Trans-
port der Bewehrungskörbe werden vier weitere VOLK Industrieanhänger mit jeweils 2.500 kg Nutzlast verwendet.
Um das Manövrieren auf engstem Raum zu ermöglichen, verfügen die allradgelenkten Anhänger über zwei Zug- 

Tübbing-Produktion mit VOLK Elektroschleppern

VOLK Elektroschlepper EFZ 20 K mit einem Betonkübel – Bis zur Fertig-
stellung des Finnetunnels werden insgesamt 488.000 Tonnen Frischbeton auf diese Weise von der Mischanlage zur Schalungsstation zu transpor-
tieren sein

deichseln. So können die Anhänger auf beiden Seiten angekuppelt werden und müssen in den engen Arbeits-
gängen der Feldfabrik nicht gewendet werden.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von VOLK waren mehrere Faktoren: Neben den in dieser Leistungsklasse einmaligen, besonders kompakten
Abmessungen des Modells EFZ 20 K überzeugte vor allem die anerkannt hohe Qualität und Zuverlässigkeit von VOLK-Zugmaschinen. Schließlich muss jeder der beiden Schlepper bis zur Fertigstellung des Tunnels im Jahr 2011 nicht weniger als 240 Millionen Kilogramm Beton transportieren. Außerplanmäßige Ausfallzeiten und resultierende Bauverzögerungen könnten bei dem 250 Millionen-Euro-Projekt schnell zu extrem hohen Folgekosten führen. Ebenfalls für VOLK sprach, dass das Unternehmen Zugmaschinen und Industrieanhän-
ger aus einer Hand anbieten konnte.

Da die Tübbing-Produktionsstätte nach der Fertigstel-
lung des Tunnels nicht mehr benötigt wird, wurde be-
reits in der Planungs- und Konzeptionsphase auf die

Nachnutzung aller Komponenten geachtet. Die komplette Anlage kann daher demontiert und an einem anderen Standort wieder neu aufgebaut werden, um dort die Betonfertigteile für das nächste Tunnelprojekt herzustellen.
Auch die VOLK-Zugmaschinen und -Anhänger werden dann wieder mit von der Partie sein und die nächsten 100 Millionen Kilogramm Transportlast in Angriff nehmen.
 

Tübbing-Produktion mit VOLK Elektroschleppern

Die Feldfabrik zur Herstellung der Tübbinge hat eine Produktionsfläche von 5.600 Quadratmetern – Im Zwei-Schichtbetrieb werden pro Tag bis zu 112 Tübbinge hergestellt

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